EMA muß einräumen: AstraZeneca ist doch für Hirngerinnsel verantwortlich

EMA muß einräumen: AstraZeneca ist doch für Hirngerinnsel verantwortlich

7. April 2021

EMA muß einräumen: AstraZeneca ist doch für Hirngerinnsel verantwortlich

Kultur & Gesellschaft

Amsterdam. Eine Kursänderung mit „Geschmäckle“: Marco Cavaleri, Chef der Impfabteilung bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), bestätigte nun doch einen Zusammenhang zwischen dem Coronavirus-Impfstoff AstraZeneca und Blutgerinnseln. Noch vor drei Wochen wollte die EMA keinen eindeutigen Zusammenhang erkennen – was unter anderem die Bundesregierung als grünes Licht auffaßte, um die AstraZeneca-Impfungen in Deutschland wieder aufzunehmen.

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Die Verabreichung von AstraZeneca war vielerorts ausgesetzt worden, da nach der Impfung wiederholt Thrombosen auftraten. Nun bestätigte auch der EMA-Chef ausdrücklich, daß es einen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und der Bildung von Blutgerinnseln gibt. In einem Interview mit der italienischen Zeitung „Il Messaggero“ räumte er ein:

„Wir können mittlerweile sagen, daß es klar ist, daß es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt.“

Künftig wolle die Agentur Gruppen von Corona-Patienten identifizieren, die sich möglicherweise besser nicht mit AstraZeneca impfen lassen sollten, sagte Cavaleri.

Zuvor hatte die EMA verlauten lassen, daß der Impfstoff sicher und wirksam sei und der Nutzen mögliche Risiken überwiege. In Deutschland haben bislang etwa drei Millionen Menschen das Mittel verabreicht bekommen. Bis Anfang vergangener Woche sind 31 Verdachtsfälle von Hirnvenenthrombosen gemeldet worden, berichtete kürzlich das Paul-Ehrlich-Institut. In neun Fällen war der Ausgang tödlich. Daraufhin haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen, das Präparat in der Regel nur noch an Menschen ab 60 Jahre zu verabreichen. Jüngere sollen mit AstraZeneca nur noch nach Aufklärung über die Risiken und auf eigene Gefahr geimpft werden. (mü)

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